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PSG NATüRlich - Schwerpunktthema der PSG

Die PSG Münster ist ökofairer Jugendverband

Wir sind öko-fair! - Die Charta der PSG Münster

 

Wir, der PSG Diözesanverband Münster, sind ein ökofairer Jugendverband! Wir verpflichten uns selbst dazu, bei allen diözesanen Veranstaltungen* ökologische und faire Kriterien gemeinsam zu berücksichtigen.

Folgendes haben wir auf der Diözesanversammlung 2019 vereinbart:

 

  • Bei Lebensmitteln (inkl. Getränken) wird auf Regionalität, Saisonalität, Sozialverträglichkeit (z. B. Fairer Handel) und ökologischen Anbau geachtet. Sollte ein Produkt aufgrund der fehlenden Regionalität nicht verfügbar sein (z. B. Schokolade), wird es aus Fairem Handel bezogen.
  • Import-Tee, Kaffee und Kakao stammen ausschließlich aus ökologischem und fairem Handel.
  • Es wird vorzugsweise vegetarisches, regionales und saisonales Essen angeboten.
  • Es wird Leitungswasser angeboten. Alternativ wird Mineralwasser nur in Mehrwegflaschen von vorzugsweise regionalen Abfüllern bezogen.
  • Es werden grundsätzlich Mehrweggeschirr und Mehrwegflaschen verwendet.
  • Es wird verpackungsarm eingekauft, recycelt und Reste werden verwertet. Der Müll wird nach den regional gültigen Standards getrennt.
  • Für eigene Kopier- und Druckerzeugnisse wird Recyclingpapier mit Umweltsiegel verwendet, standardmäßig doppelseitig gedruckt und unnötige Ausdrucke werden vermieden. Bei externen Druckaufträge wird zudem auf Klimaneutralität geachtet.
  • Bei Neuanschaffungen werden nachhaltige Standards vorrangig beachtet: Bei allgemeinen Bedarfen werden umweltfreundliche Alternativen benutzt, Gebrauchtprodukte oder Recyclingprodukte bevorzugt, und auf Recyclingfähigkeit geachtet. Neuanschaffungen aus Holz tragen nach Möglichkeit ein Umweltsiegel.
  • Neue elektronische Geräte tragen ein Umweltzeichen. Darüber hinaus wird die Langlebig-, Reparaturfähig und Erweiterbarkeit der Produkte berücksichtigt. Neue Weiße Ware (Kühlschrank, Geschirrspüler, Waschmaschine etc.) kann mindestens der Energieeffizienzklasse A++ zugeordnet werden. (siehe neue EUVerordnung) Geräte werden bei Nichtnutzung komplett ausgeschaltet oder z. B. durch Steckdosen-Schaltleisten vom Stromnetz getrennt.
  • Durch finanzielle Begünstigung wird die bevorzugte Nutzung von Bus, Bahn und Rad und die Einrichtung von Fahrgemeinschaften zur Anreise zu diözesanen Veranstaltungen gefördert. Freizeiten, Bildungs- und Fortbildungsfahrten werden mit Bus, Bahn und/oder Fahrrad durchgeführt. Wenn dies nicht möglich ist, werden Fahrgemeinschaften eingerichtet. Bei allen eigenen Veranstaltungen und außerörtlichen Terminen (BDKJ etc.) wird für die Anreise mit klimafreundlichen Verkehrsmitteln bzw. Fahrgemeinschaften geworben.
  • Geschenke sind nachhaltig und werden aus regionalem oder fairem Handel eingekauft. Blumenschmuck und -geschenke stammen vorzugsweise aus ökologischem Anbau und der regionalen Gärtnerei.
  • Die Diözesanleitung und interessierte Ehrenamtliche nehmen an Fortbildungen zum Thema „Nachhaltigkeit“ teil und initialisieren eigene Bildungsveranstaltungen.
  • Die Maßnahmen zum ökofairen Jugendverband werden öffentlichkeitswirksam gestaltet, über die Presse und neue Medien mitgeteilt. Es werden Aktionen zum Thema Nachhaltigkeit von und mit Allen gestaltet.
  • Die Themen rund um öko-faire Nachhaltigkeit werden auf die verschiedenen Ebenen hin präsent gemacht und Impulse zur Umsetzung der Kriterien auch über die diözesanen Veranstaltungen der PSG Münster hinaus gegeben.

 

*Dazu zählen alle Veranstaltungen, die über den PSG Diözesanverband Münster organisiert oder abgerechnet werden.

 

Dülmen, den 07.07.2019

Während der DV 2019 hat die PSG Münster ein Positionspapier verabschiedet.

PSG – For Future

Die Pfadfinderinnenschaft St. Georg (PSG) ist ein katholischer Mädchen- und Frauenverband, der seine Wurzeln in der internationalen Pfadfinder*innen-bewegung hat. Die PSG ist offen für alle Mädchen und Frauen, die Lust auf Pfadfinderei haben, unabhängig von ihrer Herkunft und Religion. Sie bietet Mädchen und Frauen in altersspezifischen Gruppen, die in sogenannten Stämmen und offenen Treffs organisiert sind, Räume an, sich selbst zu entfalten, die Möglichkeit den Glauben zu leben und sich zu selbständigen, mündigen Frauen zu entwickeln.

Bereits der Gründer der Pfadfinder*innenbewegung, Lord Robert Baden-Powell (BiPi), hat uns Pfadfinder*innen dazu aufgerufen, die Welt ein wenig besser zu hinterlassen, als wir sie vorgefunden haben. Das heißt, wir begegnen unserer Umwelt mit offenen Augen, einem mitfühlenden Herzen und tatkräftigen Händen.

Seit 2017 beschäftigen sich die Mädchen und jungen Frauen der PSG Münster auf Stammes- und Diözesanebene mit dem Schwerpunkthema „PSG NATüRlich“. Stand zunächst die aktive Auseinandersetzung mit der Umwelt und das Naturerleben im Vordergrund, hieß es im zweiten Jahr politisch aktiv zu werden, auf Missstände aufmerksam zu machen und sich als Verband zu positionieren.

Welt statt Geld – was ist die eigentliche Lebensgrundlage?

Uns wurde die Welt von Gott gegeben, wir sind für sie verantwortlich. Als PSG Münster haben wir uns entschieden „Ökofairer Jugendverband“ zu werden. Im Rahmen der Zertifizierung haben wir eine Selbstverpflichtungserklärung unterschrieben. Mit dieser Unterschrift bestätigen wir, dass wir nicht mehr nur hinsehen, sondern uns aktiv einsetzen wollen.

 

Wir nehmen viele Missstände wahr, sowohl beim Thema Wasserrecht, beim Gebrauch von (Einweg-)Plastik, in der Herstellung von Lebensmitteln und Kleidung sowie auch bei der Mobilität der Menschen.

 

Wir fordern, dass Menschenrechte und Umweltschutz vor maximalem Gewinn gestellt werden und rufen zum Kritischen Konsum auf.

In der PSG fordern wir die Kinder und Jugendlichen, die Leiterinnen und jungen Erwachsenen auf, mitzuwirken, abzustimmen, sich aktiv einzubringen und Kritischen Konsum zu leben. Die Pfadfinderinnen recherchieren und informieren sich, welche Auswirkungen zum Beispiel ein Flug oder ein Wurst-Brot haben. Sie handeln, indem sie sich für mehr Klimaschutz einsetzen. Dieses großartige Verhalten können und müssen wir als Jugendverband, der die Stärken und die Eigenständigkeit der Mädchen und jungen Frauen fördern möchte, mit unterstützen.

 

Gleichzeitig sehen wir, dass der Markt sich nicht selbst regulieren kann und fordern politische Strukturen und Richtlinien, denn nur so kann ein ganzheitlicher und nachhaltiger Umweltschutz stattfinden. Es ist höchste Zeit, das Blatt zu wenden und durch Agra-, Verkehrs- und Energiewende dem Klimawandel entgegen zu wirken.

Kritischen Konsum ermöglichen – durch Aufklärung und Nachahmen

Wir fordern finanzielle Unterstützung von Firmen, die auf faire Arbeitsbedingungen und ökologische Produktionsverfahren achten. Gleichzeitig verlangen wir, dass der „Siegel-Urwald“ auf Produkten durch klare Kennzeichnungen abgelöst wird, um den Verbrauchern echte Wahlfreiheit zu ermöglichen. Damit an der Basis angesetzt werden kann, bestehen wir auf klare Kennzeichnung von Inhaltstoffen – wie u.a. Mikroplastik oder Palmöl.

 

Wir erwarten von den Politikern und Politikerinnen, dass sie ihren eigenen Blick weiten; kreative, praktische Lösungen großflächig umzusetzen, und sich dabei an Gruppen, Verbänden oder Staaten zu orientieren, die entsprechende Ansätze schon entwickelt haben. Als Beispiel ist die gesetzliche Abgabepflicht von überschüssigen Lebensmitteln zu nennen, die seit Mai 2018 in Frankreich[1] und ebenfalls in Tschechien[2] im Gesetz verankert ist.

 

Die Welt als großes Ganzes verstehen – lernen an der Schultafel?

Die PSG ist Mitgliedsverband im Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Der BDKJ bedauert, dass außerschulische Jugendbildung in den Regierungsvorhaben nicht beachtet wird. Wertebildung, Teamarbeit und Demokratie sind wichtige Dinge, die junge Menschen in den Jugendverbänden lernen können. Das muss die Politik nicht nur zur Kenntnis nehmen, sondern unterstützen. Als Jugendverband leisten wir Bildungsarbeit - die Pädagogik der PSG fördert außerschulische Kompetenzen. Neben der Ausbildung zur Gruppenleiterin, gibt es zum Beispiel im Rahmen des Schwerpunktthemas „PSG NATüRlich“ immer wieder thematische Inputs sowie Bildungs- und  Fortbildungsveranstaltungen.

Als Pfadfinder*innen versprechen wir in jeder neuen Altersstufe, die Umwelt und unsere Mitmenschen zu schätzen und zu schützen, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen, sich selbst zu bilden und damit allzeit bereit zu sein.

Wir beobachten, dass die jungen Menschen sich bewegen und sich mit Greta Thunbergs Protestbewegung Fridays for Future aktiv für ihre Zukunft einsetzen. Wir nehmen wahr, dass Kinder,  Jugendlichen und jungen Erwachsenen sich über ihre Schulbildung hinaus bilden und mit Informationen versorgen. Wir sehen, dass die Belange der jungen Menschen im Hinblick auf ihre Zukunft auf der Erde teilweise von der Regierung nicht ernst genommen und ihre Kompetenzen diesbezüglich nicht anerkannt werden.

Wir fordern, Lernen praxisnah und erfahrbar zu machen.  

Wir verlangen die Überarbeitung der Lehrpläne. Charaktereigenschaften sowie Wertebildung, Teamarbeit und Demokratie müssen fester Bestandteil des Lehrplans sein. Dazu gehört auch Aktionen wie Fridays for Future zu fördern, indem Mitarbeit in und an außerschulischen Projekten unterstützt wird und nicht als Fehlzeiten oder mit schlechten Noten auf dem Zeugnis auftauchen.

Wir fordern intensive Aufklärung über Produktionsabläufe und Handel sowie über die Herstellung von Lebensmitteln.

Die PSG lässt Kinder und Jugendliche die Natur erleben und sensibilisiert sie für Umweltschutz und Nachhaltigkeit, damit sie lernen für die Welt Verantwortung zu übernehmen. Diese Themen müssen ebenfalls mehr Stellenwert im schulischen Lehrplan erhalten!

 

Ressourcen der Welt – Umgang mit unserer Zukunft

Wir nehmen wahr, dass nicht nur die Stimme der Jugend, sondern auch vielfach die Stimmen der Wissenschaftler überhört werden. Diese warnen klar und deutlich vor den Auswirkungen der voranschreitenden Klimaerwärmung. Das Video des YouTubers Rezo[3] hat eine breite Masse erreicht und viele zum Nachdenken angeregt. Auch wenn wir als PSG Münster nicht uneingeschränkt hinter allen Äußerungen von Rezo stehen, möchten wir seiner Aufforderung folgen und  klar machen, dass es so nicht mehr weitergeht.

Höchste Zeit zu handeln! Höchste Zeit, der Erde eine Lobby zu geben!

So, wie es im Moment läuft, kann es nicht weiter gehen. Wir müssen handeln.

Die Verantwortung liegt klar bei jeder*jedem Einzelnen, aber vor allem die Entscheidungsträger*innen in der Politik haben die Macht, wirkliche Veränderungsprozesse anzustoßen. Wir brauchen Strukturen, die nachhaltiges Tun fördern und umwelt- und klimaschädliches hemmen.  

Wir fordern eine Politik, die sich nicht bei Industrie und Lobbyisten beliebt machen will, sondern die Partei ergreift für die Erde.

 

Im Namen der Pfadfinderinnen und aller Kinder und Jugendlichen fordern wir euch dringend auf:

Hört auf den Schrei der Erde, der Wissenschaft und der Jugend nach Veränderung und nicht auf die Konzerne und die Wirtschaft!

Handelt heute!

Rettet unsere Zukunft!

Setzt euch für Menschenrechte und den Erhalt unserer Welt ein!

 

[1] McCormick, Jeremy, Supermärkte dürfen Lebensmittel nicht mehr wegwerfen, auf:  http://worldtimes-online.com/imfocus/254-superm%C3%A4rkte-d%C3%BCrfen-lebensmittel-nicht-mehr-wegwerfen.html (Stand: 05.07.2019).

[2] MDR Aktuell, Lebensmittel-Abgabepflicht für tschechische Supermärkte rechtens, auf:

https://www.mdr.de/nachrichten/politik/ausland/tschechien-kostenlose-lebensmittelabgabe-supermaerkte-100.html

(Stand: 05.07.2019).

[3] Rezo, Die Zerstörung der CDU, Mai 2019, auf: https://www.youtube.com/watch?v=4Y1lZQsyuSQ (Stand: 05.07.2019).

PSG NATüRlich - Die Briefaktion

Zack die Bohne

PSG-NATüRlich heißt das Schwerpunktthema der PSG Münster, das 2016 auf der Diözesanversammlung beschlossen wurde.

Aus einer Befragung der Stämme entwickelte der Arbeitskreis unter anderem eine Briefaktion, die hier vorgestellt werden soll. Im Oktober 2017 startete die Aktion. Online konnten sich die Gruppen aus den Stämmen, die daran teilnehmen wollten, anmelden und bekamen dann ein Startersäckchen mit dem ersten Brief zugeschickt.

Während der kompletten Projektzeit wurden drei Aktionsbriefe verschickt. In allen drei Briefen wurden jeweils drei Aktionsideen zu den Oberthemen Lernwerkstatt, Outdoorküche und Kreativwerkstatt vorgeschlagen. Davon konnten sich die Teilnehmerinnen so viele Aktionen aussuchen, wie sie wollten, aber auch eigene Ideen verfolgen und umsetzen. Unzählige Aktionen wie Stammeswochenenden und Stammesversammlungen fanden ebenfalls zum Thema statt.

Für jede erfüllte Aktion gab es Punkte, wenn die teilnehmenden Gruppen eine kurze Dokumentation ins Diözesanbüro geschickt haben. Der AK hat alle Projekte gesichtet und bewertet. Am Ende standen drei Siegerinnen fest. Der Stamm Xanten hat ein Abenteuer, die Pfadis aus Gronau haben einen Trangiakocher und Göffel und die Pfadis aus Ottmarsbocholt eine Kreativbox gewonnen. Die Preisübergabe hat während des Sternenhajks, dem Abschluss der Briefaktion stattgefunden. Herzlichen Glückwunsch!

Hier findet ihr die Erklärung der Aktion und die Briefe an die Teilnehmerinnen zum Download.

Erklärung der Briefaktion "Zack die Bohne!"

1. Aktionsbrief "Zack die Bohne - jetzt geht´s los!"

2. Aktionsbrief "Zack die Bohne - es geht weiter!"

3. Aktionsbrief "Zack die Bohne - Endspurt!"

PSG NATüRlich - Dokumentation

In den Stämmen und auf Diözesesanebene sind allerlei spannende und lustige Ideen für Aktionen entstanden. Anliegend findet ihr einige Kurzdokumentationen. Vielleicht ist auch etwas für eure nächste Gruppenstunde dabei?

Walderkundung im Dunkeln

Bohnen ohne Erde

Mülltrennung

Brötchen backen

Eier natürlich färben

Geocaching

Kerzen giessen

Kresse pflanzen

Lagerfeueressen

Lippenbalsam

Mais Maronen Kastanien

Mini Ofen

Muttertagsgeschenk

Papier schöpfen

Rosenwasser

Töpfern

Spiele

Taschen aus T-Shirts